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Wann wurde die Hundesteuer eingeführt?

Der Besitz von Hunden - sei es zu Jagdzwecken oder zur Bewachung des Hauses - war für Haller Bürger seit jeher selbstverständlich. Manch einer übertrieb die Liebe zu seinem Vierbeiner und die Ratsprotokolle vergangener Jahrhunderte berichten so manches Mal, dass Haller Bürger Strafe zahlen mussten, weil sie ihre Hunde sogar in die Kirche zur Hl. Messe mitgenommen hatten. Im Jahre 1850 rang sich der Stadtmagistrat erstmals dazu durch, von den Hundebesitzern eine Hundesteuer zu verlangen. Dies konnte aber den Besitz von Hunden kaum eindämmen und die alten Missstände gab es immer noch. So musste der Bürgermeister 1898 in einer "Ortspolizeilichen Verfügung" folgendes festlegen: "Das Mitnehmen der Hunde in die Kirche ist verboten. Der Besitzer ist verantwortlich, wenn dessen Hund während des Gottesdienstes in der Kirche getroffen wird. Läufige Hündinnen sind im Stadtgebiet an der Leine zu führen". Gleichzeitig wurde die Hundesteuer auf fünf Gulden pro Jahr hinaufgesetzt. Bei Nichtbezahlung sollte der Hund vom Wasenmeister gefangen und "vertilgt" werden.


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