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Strafbares Rodeln im Jahre 1843

Der Haller Stadtarzt Hippolit Guarinoni berichtete schon im 17. Jahrhundert, dass Eislaufen, Schlittenfahren und Rodeln ein beliebtes Wintervergnügen waren. Und so mancher Bergknappe verkürzte seinen Heimweg aus dem Halltal, indem er zu Tale rodelte. Der Typ der Halltal-Rodel war noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Qualitätsbegriff. Manchmal geriet jedoch die Rodelbegeisterung der Bevölkerung, besonders der Jugend zum Ärgernis, vor allem wenn die Straßen dadurch für Fußgänger zu rutschig wurden. Deshalb sah sich der Stadtmagistrat im Jahre 1843 veranlasst, das Landgericht als zuständige Instanz zur Bestrafung des Ignaz Ölhafen "wegen Rodelns über den Langen Graben" aufzufordern. Tatsächlich musste dieser einen Gulden bezahlen. Die Strafe wurde dem Armenfond übergeben. Trotz empfindlicher Strafen konnte die Jugend bei entsprechender Schneelage nicht vom Rodeln abgehalten werden, bis der Stadtmagistrat 1850 ein generelles Rodelverbot im gesamten Stadtgebiet aussprach.


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