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Ehemaliges Augustinerinnenkloster (Salvatorgasse 23)


Klarissenkloster

Halls Klöster einst und jetzt

Nicht mehr existierende Klöster

Das älteste in Hall nachweisbare Kloster war ein Augustinerinnenkloster. Dieses war zunächst bei St. Magdalena im Halltal gegründet worden. Nach einem verheerenden Brand übersiedelten die Nonnen zunächst nach St. Martin in Gnadenwald. 1523/1526 schließlich verlegten sie das Kloster in ein Haus (Salvatorgasse 23) bei der Salvatorkirche. Auf Grund der reformatorischen Strömungen verließen einige Nonnen das Kloster, um zu heiraten. Anlässlich der großen Pestepidemie 1566 und wegen Schwesternmangel wurde das Kloster schließlich nach St. Martin bei Schwaz verlegt.

Als 1567 das Haller Damenstift durch die Erzherzogin Magdalena und zwei ihrer Schwestern ins Leben gerufen wurde, hat man 1571 zur geistlichen Betreuung Jesuiten nach Hall berufen. Diese Jesuitenniederlassung sollte ursprünglich nur bis zum Tode Erzherzogin Magdalenas bestehen bleiben. Entgegen dem ursprünglichen Plan wurden aber sowohl Damenstift als auch Jesuitenkloster nicht aufgelöst. Deshalb wurden für die Jesuiten in den Jahren 1605-1608 ein neues Kloster und eine eigene Kirche erbaut. Erst im Zuge der Reformen unter Kaiser Josef II. wurden das Damenstift 1783 und das Jesuitenkloster 1773 aufgehoben.

Seit 1709 gab es Bestrebungen, in Hall ein Klarissenkloster zu errichten. 1711 nahm die Idee durch einen Vertrag mit der Stadt Hall konkrete Formen an. Die Zahl der Nonnen war auf 20 beschränkt. 1721 schließlich wurde neben dem ehemaligen Gartnerkirchlein, das als Klosterkirche diente, der Grundstein gelegt, 1723 konnte das Kloster bezogen und 1724 die Kirche geweiht werden. Unter Kaiser Josef II. wurde das Kloster im Jahre 1782 aufgehoben. Heute befindet sich hier das Psychiatrische Landeskrankenhaus, welches 1830 als "k.k. Provinzialirrenanstalt" ins Leben gerufen wurde.

1855 übernahmen die Barmherzigen Schwestern vom Mutterhaus Innsbruck die Krankenpflege im Haller Stadtspital, dem heutigen Bezirkskrankenhaus. Die klösterliche Gemeinschaft fand aber nicht in einem eigenen Klosterbau seinen Niederschlag, sondern die Schwestern wohnten im Spitalsgebäude. 1949 zogen sie sich von der Krankenpflege zurück, womit diese Klostergemeinschaft ihr Ende fand.



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Franziskanerkloster

Klosterkirche der Salesianerinnen


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Zufluchtskloster

Heute noch existierende Klöster

Das einzige heute noch existierende Männerkloster in Hall ist das Franziskanerkloster. Bereits 1635 kamen einige Franziskanerpatres nach Hall, wo sie zunächst in der aufgelassenen Glashütte an der Unteren Lend ein Quartier fanden. In der Folge konnte der so genannte Gänsebühel nordwestlich der Altstadt erworben werden, wo in den Jahren 1643 bis 1645 Kloster und Kirche erbaut wurden. 1648 erfolgte die Einweihung der Kirche. Der Orden besteht mit einer Unterbrechung in den Jahren 1940 bis 1945 bis zum heutigen Tage.

Als 1845 das Stadtspital am Unteren Stadtplatz übersiedelte, übernahmen die Tertiarschwestern die Spitalskirche und errichteten anstelle des abgerissenen Stadtspitals ihr Provinzhaus, welches 1851 bezogen wurde. Zum Kloster gehört von Beginn an eine Mädchenschule und seit Ende des Zweiten Weltkrieges ein Pflegeheim.

Kurze Zeit nach den Tertiarschwestern kamen die Salesianerinnen und errichteten im Ansitz Thurnfeld, der einst zum Haller Damenstift gehörte, eine neue Kirche und ein Kloster. Zunächst gehörten zum Kloster auch Mädchenschulen, derzeit betreiben die Salesianerinnen ein Heim für behinderte Kinder.

Eine weitere Klostergründung im 19. Jahrhundert war das Zufluchtskloster im Westen der Stadt. Es wurde 1863 von den Barmherzigen Schwestern vom Mutterhaus Zams errichtet. Dem Kloster angeschlossen sind ein Pflege- und ein Kinderheim.

Im Jahre 1910 errichteten die Kreuzschwestern in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Salesianerinnen ein neues Provinzhaus. Zeitweise wurde das Kloster auch als Sanatorium für eigene Ordensangehörige bzw. während der Weltkriege als Lazarett geführt.

Die vorläufig letzte Klostergründung erfolgte im Jahre 1912. In das aufgelassene Damenstift, das von 1845 bis 1911 als Stadtspital diente, zogen nach jahrzehntelangen Bestrebungen seitens der Haller Bürgerschaft Ordensfrauen der 1857 in Antwerpen gegründeten Kongregation "Töchter des Herzen Jesu" ein.

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