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Das silberne Trinkröhrchen

Hall war seit dem Mittelalter der wichtigste Warenumschlagplatz des Landes. Hier wurden die Warenballen von den Fuhrwerken auf die Innschiffe umgeladen. Deshalb hatte sich hier schon bald der Berufsstand der so genannten Aufleger ausgebildet, die für das Be- und Entladen zuständig waren. Auch so manches Weinfass musste auf seinem Weg von Südtirol nach Tirol oder Bayern von den Auflegern umgeladen werden. Dabei hatte sich der Brauch eingebürgert, dass sich die Aufleger mit einem Trinkröhrchen einen kräftigen Schluck aus den Weinfässern genehmigten. So mancher von ihnen besaß sogar ein silbernes Röhrchen. Nicht nur, dass der Weinkonsum ihrer Tätigkeit abträglich war, nahmen auch die Klagen der Weinhändler über allzu großen Weinverlust zu. Schließlich sprach im Jahre 1588 der Stadtrat ein Machtwort, "dass die Aufleger kein Röhrl haben, dadurch sie den Wein aus den Panzen und Fässern trinken".


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