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Das Frauenhaus

Darunter verstand man in früheren Jahrhunderten etwas völlig anderes als heute, nämlich ein Bordell. In der Zeit des Wiederaufbaues nach dem Stadtbrand von 1447 erwarb die Stadt das Haus Agramsgasse 23, um hier für die zahlreichen auswärtigen Bauhandwerker, aber auch für die Kaufleute und Transporteure ein städtisches Bordell zu errichten. Dieses wurde unter dem Stadtbaumeister Hans Sewer prächtig ausgebaut und öffnete etwa 1455 seine Tore. Es dürfte gut floriert haben, denn in den städtischen Rechnungsbüchern werden vierteljährlich beträchtliche Einnahmen von der "Frauenmeisterin", wie die Betreiberin des Bordells bezeichnet wurde, verzeichnet. Nach rund einem halben Jahrhundert war die Nachfrage nach einem Bordell erloschen. 1511 wurde es geschlossen. Danach stand das Haus jahrelang leer, bis es 1538 als Schule adaptiert wurde.


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